PMDS Behandlung: Ein Überblick
PMDS Behandlung: Entdecke bewährte Methoden – von Medikamenten über Therapien bis zu Lebensstiländerungen – zur Linderung deiner Symptome.
Einleitung zur PMDS Behandlung
Prämenstruelle Dysphorische Störung (PMDS) ist eine schwere Form des prämenstruellen Syndroms (PMS), die emotionale und körperliche Symptome verursacht und das Leben in der Lutealphase stark beeinträchtigen kann1. Rund 3 % der menstruierenden Frauen sind von PMDS betroffen. Die Behandlungsmöglichkeiten reichen von Medikamenten wie SSRIs bis hin zu ganzheitlichen Ansätzen wie Ernährungsumstellungen und Bewegung.
Dein Leitfaden zur PMDS-Behandlung: Von Medikamenten bis zu Lebensstiländerungen
Hier findest du bewährte Behandlungsoptionen für die PMDS-Bewältigung, unterteilt in vier Kategorien:
- Medikamente
- Therapien und Beratung
- Lebensstil- und ganzheitliche Ansätze
- Alternative und Selbstpflege-Optionen
Medikamente zur PMDS-Behandlung
Medikamente werden oft als erste Wahl zur Behandlung schwerer und stimmungsbezogener PMDS-Symptome eingesetzt. Die am besten untersuchten Medikamente sind:
- Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs) 2: SSRIs wie Sertralin, Paroxetin und Fluoxetin sind sehr wirksam. Experten unddas American College of Obstetricians and Gynecologists(ACOG) empfehlen sie als erste Behandlungswahl für stimmungsbezogene PMDS-Symptome3.
- Kombinierte orale Kontrazeptiva (COCs): Statt SSRIs können Ärztbei Verhütungswunsch zu Antibabypillen raten. Diese verhindern den Eisprung und reduzieren hormonelle Schwankungen, die Symptome auslösen. Sie sind jedoch möglicherweise weniger wirksam bei Stimmungssymptomen, insbesondere bei prämenstrueller Depression3.
- Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH)-Agonisten: GnRH-Agonisten stoppen den Eisprung und damit die prämenstruelle Phase. Sie sind wirksam, sollten jedoch nur bei schweren Fällen eingesetzt werden, bei denen andere Behandlungen versagt haben, da sie Nebenwirkungen wie Hitzewallungen und Knochendichteverlust verursachen können3.
Therapien und Beratung
Kognitive Verhaltenstherapie (KVT)
KVT hilft Patient, negative Denkmuster im Zusammenhang mit PMDS zu erkennen und zu ändern. KVT ist die am meisten erforschte psychologische Therapie bei prämenstruellen Störungen und wird in Leitlinien empfohlen, um Angstzustände zu reduzieren und Bewältigungsstrategien zu verbessern3.
Auch Online-KVT-Programme zeigen positive Ergebnisse, die sechs Monate nach der Behandlung stabil bleiben4.
Achtsamkeitstechniken
Achtsamkeitsübungen wie Meditation und Yoga können helfen, Stress zu reduzieren und die emotionale Stabilität zu verbessern. Studien legen nahe, dass diese Techniken die Lebensqualität verbessern können, besonders in Kombination mit anderen Behandlungen5.
Lebensstiländerungen
Lebensstiländerungen werden oft zur Bewältigung von PMDS-Symptomen empfohlen, insbesondere bei leichten bis mittelschweren prämenstruellen Symptomen.
Bewegung
Bewegung wird mit einer Verbesserung prämenstrueller Symptome in Verbindung gebracht, da sie Hormone und Stresslevel beeinflusst 5. Die ACOG-Leitlinien empfehlen mindestens 150-300 Minuten mäßige Bewegung oder 75-150 Minuten intensive Aktivitäten pro Woche3.
Ernährungsanpassungen
- Das ACOG empfiehlt eine Kalziumergänzung von 1.000–1.200 mg pro Tag, da sie prämenstruelle Symptome wie negative Stimmung und körperliches Unwohlsein lindern könnte, auch wenn die Evidenz begrenzt ist3.
- Bei Jugendlichen könnte eine ausreichende Kalziumzufuhr aus der Ernährung helfen, körperliche prämenstruelle Symptome zu lindern, aber es ist weitere Forschung nötig.
- Wichtig ist jedoch, dass es keine robusten Studien gibt, die Verbesserungen der PMDS-Symptome auf Ernährungsgewohnheiten zurückführen3, 6.
Alternative und ganzheitliche PMDS-Behandlungen
Für diejenigen, die alternative Behandlungen suchen, zeigen folgende Optionen potenzielle Vorteile:
- Akupunktur: Akupunktur kann sowohl körperliche als auch emotionale PMDS-Symptome lindern. ACOG gibt eine bedingte Empfehlung, da es zusätzliche Erleichterung bieten könnte3.
- Pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel: Kräuter wie Vitex agnus-castus (Mönchspfeffer) haben potenziell positive Effekte auf PMDS-Symptome. Mönchspfeffer gilt als sicher und könnte eine Alternative für jene sein, die pflanzliche Behandlungen bevorzugen8.
Studie zur Wirksamkeit einer kognitivverhaltenstherapeutischen Selbsthilfe-App zur Linderungvon PMDS: die Belle-Studie
Fazit: Die richtige PMDS-Behandlung finden
Die Behandlung von PMDS erfordert oft einen multimodalen Ansatz, der auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist, einschließlich Lebensstiländerungen, Therapie und Medikamenten. Starte damit, deine Symptome zu dokumentieren, um eine medizinische Diagnose zu erhalten. Nutze Belle als deinen PMDS-Tracker für mindestens 2 Monate und bringe den Bericht zu deinem Arzt, um die besten Behandlungsoptionen für dich zu finden.
Quellen
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