Prämenstruelle Exazerbation (PME)
Prämenstruelle Exazerbation (PME) bedeutet, dass sich bestehende psychische oder physische Gesundheitsprobleme vor der Periode verschlimmern.

Was ist eine Prämenstruelle Exazerbation (PME)?
Prämenstruelle Exazerbation (PME) bezieht sich auf die Verschlimmerung der Symptome einer bestehenden psychischen oder physischen Gesundheitsstörung in der prämenstruellen Phase des Menstruationszyklus. Im Gegensatz zum Prämenstruellen Syndrom (PMS) oder zur Prämenstruellen Dysphorischen Störung (PMDS), bei denen spezifische Symptomsets im Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus auftreten, handelt es sich bei PME um die Verschlechterung bereits bestehender Zustände.
Wie wird die Prämenstruelle Exazerbation diagnostiziert?
Die Diagnose von PME umfasst die Verfolgung und Korrelation der Symptome der zugrunde liegenden Erkrankung mit dem Menstruationszyklus. Gesundheitsdienstleister verwenden oft Symptomtagebücher oder Fragebögen, um das Muster und die Schwere der Symptome im Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus zu beurteilen.
Wer kann PME erfahren?
Prämenstruelle Exazerbation kann Personen mit bestehenden psychischen oder physischen Gesundheitsproblemen betreffen, wie Angstzustände, Depressionen, Migräne, Epilepsie oder Reizdarmsyndrom. Sie tritt bei menstruierenden Personen auf, einschließlich Frauen im gebärfähigen Alter, nicht-binären und transgender Personen.
Wie viele Menschen haben eine prämenstruelle Exazerbation?
Die Prävalenz von PME variiert je nach spezifischer zugrunde liegender Erkrankung und der Demografie der Studie. Häufige Zustände, die durch PME verschlimmert werden können, sind psychische Gesundheitsstörungen wie Angstzustände und Depressionen, Migränekopfschmerzen, Asthma, Allergien und chronische Schmerzzustände. Hier sind einige Ergebnisse aus jüngster Forschung:
- Depressive Störungen: Eine Studie in Deutschland, die sich auf eine Gemeinschaftsstichprobe von 900 Frauen im Alter von 13–53 Jahren konzentrierte, ergab, dass 6,4 % der Frauen mit einer aktuellen depressiven Störung PME erfuhren.
Epidemiologische Studie zu depressiven Störungen: Eine weitere Studie ergab, dass 58 % der Personen mit depressiven Störungen eine signifikante prämenstruelle Exazerbation aufwiesen. Dies verstärkt das Verständnis, dass PME ein bedeutender Faktor im Verlauf depressiver Störungen für viele Menschen ist.
- Stimmungsstörungen: Bei Frauen mit Stimmungsstörungen schätze eine klinische Studien, dass etwa 60 % PME haben. Dieser hohe Prozentsatz deutet auf eine starke Verbindung zwischen den Phasen des Menstruationszyklus und der Verschlechterung der Symptome von Stimmungsstörungen hin.
- Bipolare Störung: Einige Frauen mit bipolarer Störung zeigen ebenfalls Symptomverschlimmerungen um den Eisprung herum, was darauf hinweist, dass PME auch diese Gruppe erheblich beeinflussen kann.
- Prämenstruelle Dysphorische Störung (PMDS): In einer Studie in Japan wurden 31,3 % der Frauen mit PMDS mit PME diagnostiziert, und alle zugrunde liegenden Störungen dieser Frauen waren psychiatrischer Natur. Dies unterstreicht die Komplexität von PME, insbesondere wenn sie zusammen mit schweren prämenstruellen Störungen wie PMDS auftritt.
Hängt PME mit hormonellen Veränderungen zusammen?
Ja, hormonelle Veränderungen während des Menstruationszyklus können zugrunde liegende Zustände bei prämenstruellen Exazerbationen verschlimmern. Es wird angenommen, dass die Schwankungen der Hormone, insbesondere Östrogen und Progesteron, eine Rolle bei der Verschlechterung der Symptome spielen.
Und wie unterscheidet sich PME von PMS oder PMDS?
Die prämenstruelle Exazerbation unterscheidet sich von PMS und PMDS darin, dass sie die Verschlimmerung bestehender Störungen umfasst, anstatt das Auftreten eines spezifischen Sets prämenstrueller Symptome. PME-Symptome lösen sich mit dem Einsetzen der Menstruation, ähnlich wie bei PMS und PMDS.
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Ist PME behandelbar?
Ja, das ist sie. Die Behandlung von PME konzentriert sich darauf, die zugrunde liegende Erkrankung während des gesamten Menstruationszyklus effektiv zu managen. Dies kann die Anpassung der Medikamentendosierungen, die Implementierung von Lebensstiländerungen oder den Einsatz spezifischer Therapien für die verschlimmerte Erkrankung umfassen.
Welche Rolle spielen Lebensstilfaktoren bei PME?
Stress, Ernährung und Schlafmuster können die Schwere von PME beeinflussen. Ein gesunder Lebensstil, einschließlich regelmäßiger Bewegung, einer ausgewogenen Ernährung und Stressbewältigungstechniken, kann dazu beitragen, die Auswirkungen von PME zu mildern.
Kann die prämenstruelle Exazerbation verhindert werden?
Obwohl PME selbst aufgrund ihrer Verbindung mit hormonellen Schwankungen nicht vollständig verhindert werden kann, kann ein effektives Management der zugrunde liegenden Erkrankung die Schwere der prämenstruellen Exazerbationen verringern.
Wann solltest du einen Arzt aufsuchen?
Wenn du ein regelmäßiges Muster von sich verschlimmernden Symptomen im Zusammenhang mit einer bestehenden Erkrankung in der prämenstruellen Phase bemerkst, ist es wichtig, einen Gesundheitsdienstleister zu konsultieren. Sie können helfen, PME von PMS oder PMDS zu unterscheiden und die Behandlungspläne entsprechend anzupassen.