Schmerzen beim Eisprung: Ursachen, Dauer und Tipps zur Linderung
Schmerzen beim Eisprung (Mittelschmerz) betreffen viele Frauen. Erfahre, warum der Eisprung schmerzen kann, wie lange die Beschwerden dauern und was hilft.
Viele menstruierende Personen verspüren Schmerzen beim Eisprung, medizinisch auch Mittelschmerz genannt, etwa zur Zyklusmitte. Meist sind diese Ovulationsschmerzen harmlos und ein normales Zeichen der hormonellen Vorgänge im Menstruationszyklus. Etwa jede fünfte Frau hat beim Eisprung solche Schmerzen, die von einigen Minuten bis zu 48 Stunden anhalten können. Typischerweise äußert sich der Eisprung-Schmerz als einseitiges Ziehen oder leichtes Stechen im Unterbauch, oft dort, wo der Eierstock gerade ein Ei freigibt. In diesem Artikel klären wir auf, warum der Eisprung schmerzen kann, wie lange Eisprungschmerzen dauern, welche Symptome typisch sind und wie man sie von anderen Zyklus-Beschwerden abgrenzt. Außerdem beleuchten wir den Zusammenhang mit Fruchtbarkeit und Kinderwunsch – viele fragen sich, ob Mittelschmerz ein Hinweis auf besonders fruchtbare Tage ist. Wir gehen auch darauf ein, wann bei sehr starken Schmerzen an eine Erkrankung wie Endometriose zu denken ist und wann man besser ärztlichen Rat einholen sollte.
Ursachen der Schmerzen beim Eisprung (Mittelschmerz)
Ovulationsschmerzen entstehen durch die Vorgänge, die beim Eisprung in den Eierstöcken ablaufen. Wenn in der Zyklusmitte ein reifer Follikel im Eierstock platzt und die Eizelle freisetzt, kann dies kurzfristig Schmerzen auslösen. Mediziner vermuten mehrere Auslöser für den Mittelschmerz:
- Dehnung der Eierstockhülle: Kurz vor dem Eisprung wächst das leitende Eibläschen (Follikel) schnell heran. Die starke Spannung an der Eierstockwand kann ein Ziehen verursachen.
- Follikelruptur: Beim Eisprung platzt der Follikel, damit die Eizelle austreten kann. Dieser kleine „Burst“ kann als akuter Schmerz empfunden werden.
- Reizung des Bauchfells: Mit der Eizelle tritt etwas Flüssigkeit und manchmal auch Blut aus dem geplatzten Follikel aus. Diese Flüssigkeit kann das Bauchfell im Beckenraum reizen und so Schmerzen verursachen. Bis die Flüssigkeit vom Körper resorbiert wird, kann ein Unwohlsein bestehen bleiben.
- Kontraktion der Eileiter: Einige Fachleute vermuten auch, dass das Zusammenziehen der Eileiter nach dem Eisprung (um die Eizelle Richtung Gebärmutter zu transportieren) Unterleibsziehen auslösen kann.
Oft spielt auch die hormonelle Umstellung eine Rolle. Rund um den Eisprung kommt es zu einem Östrogen-Peak mit anschließendem Abfall und gleichzeitig steigendem Progesteronspiegel. Diese schnellen Hormonänderungen können die Schmerzwahrnehmung beeinflussen. Dennoch sind Eisprung-Schmerzen meist unbedenklich und Ausdruck normaler Körpervorgänge. Wichtig: Treten die Schmerzen beim Eisprung plötzlich viel stärker als üblich auf oder kommen ungewöhnliche Symptome hinzu, sollte man die Ursachen ärztlich abklären (dazu später mehr).
Symptome und Lokalisation: Wie fühlt sich der Eisprung-Schmerz an?
Der klassische Mittelschmerz macht sich als ziehender oder drückender Schmerz im Unterbauch bemerkbar. Typischerweise ist er einseitig – je nachdem, welcher Eierstock im aktuellen Zyklus den Eisprung hat. Viele Frauen beschreiben ein leichtes Ziehen oder Zwicken rechts oder links im Unterleib, etwa auf Höhe der Eierstöcke. Manchmal kann der Schmerz auch stechend oder krampfartig sein, ist aber in den meisten Fällen weniger intensiv als Menstruationskrämpfe. Seltener wird er als sehr stark empfunden.
Die Seite, auf der der Eisprung-Schmerz auftritt, kann von Monat zu Monat wechseln. Oft springt der Eisprung abwechselnd links und rechts – entsprechend wandert auch der Schmerz gelegentlich von einer Seite auf die andere. Bei einigen Frauen scheint jedoch bevorzugt eine Seite zu schmerzen, was z.B. mit anatomischen Unterschieden der Eierstöcke zusammenhängen kann. Zusätzlich zum Ziehen im Unterleib bemerken manche um den Eisprung herum ein leichtes Druckgefühl im Rücken oder Spannungsgefühle im Becken. Auch minimale ovulatorische Blutungen (Schmierblutung) können auftreten, da durch den Follikelsprung etwas Gewebe und Blut freiwerden – diese sind normalerweise ungefährlich und hören schnell wieder auf.
Wie lange dauern die Schmerzen beim Eisprung normalerweise?
Dauer: Eisprung-Schmerzen halten meist nicht sehr lange an. In vielen Fällen dauern die Beschwerden nur ein paar Stunden. Bei empfindlichen Personen können sie sich über 1 bis 2 Tage erstrecken. Sehr selten berichten Betroffene von Schmerzen über mehrere Tage, doch dann sollte man genau hinschauen, ob nicht vielleicht noch andere Ursachen dahinterstecken. Typischerweise beginnt der Mittelschmerz kurz vor, während oder unmittelbar nach dem Eisprung und klingt dann von selbst wieder ab, sobald die Ovulation vorüber ist. Eine Dauer von mehr als zwei Tagen ist unüblich – halten die Ovulationsschmerzen länger als 48 Stunden an oder werden sogar stärker, empfiehlt es sich, zur Sicherheit eine*n Ärztin/Arzt aufzusuchen. In der Regel gilt jedoch: Der Mittelschmerz ist kurzlebig und verschwindet von allein, ohne bleibende Folgen.
Abgrenzung: Unterschied zu anderen Zyklusschmerzen
Wie erkennt man, dass es Eisprung-Schmerzen sind? Ein wichtiger Hinweis ist das Timing in der Zyklusmitte. Tritt der Schmerz etwa zyklusTag 12–16 (bei regelmäßig ~28-tägigem Zyklus) auf und klingt nach spätestens zwei Tagen ab, spricht vieles für Mittelschmerz. Zum Vergleich: Menstruationsschmerzen (Dysmenorrhoe) treten hingegen kurz vor oder während der Periode auf, also zu Zyklusbeginn, und äußern sich oft als länger anhaltende Krämpfe im gesamten Unterbauch, die in Rücken und Beine ausstrahlen können. Eisprung-Schmerzen sind demgegenüber lokaler (seitlich) und zeitlich begrenzt. PMS-bedingte Unterleibsschmerzen in der zweiten Zyklushälfte können dem Mittelschmerz zeitlich nah kommen, sind aber meist diffuser und gehen mit anderen PMS-Symptomen einher.
Wichtig ist auch die Stärke der Schmerzen: Mittelschmerz ist normalerweise mild bis moderat und gut auszuhalten. Werden die Schmerzen von Monat zu Monat stärker oder kommen ungewöhnliche Begleitsymptome dazu (z.B. Fieber, Übelkeit, Kreislaufprobleme), sollte man an andere Ursachen denken. Mögliche Differentialdiagnosen können z.B. Blinddarmentzündung (Schmerzen eher rechts, viel stärker, mit Fieber/Übelkeit), eine Zyste am Eierstock (dauerhafteres Druckgefühl, ggf. Zyklusstörungen) oder eine Eileiter- oder Eierstockentzündung (starke Unterleibsschmerzen mit Fieber, Ausfluss) sein. Solche ernsteren Ursachen sind bei rein zyklusabhängigen Schmerzen selten, aber auszuschließen, wenn der Verlauf atypisch ist. Grundsätzlich gilt: Kurz dauernde, zyklische und einseitige Unterleibsschmerzen um die Ovulation sind höchstwahrscheinlich Mittelschmerz. Bei Unsicherheit schafft eine ärztliche Untersuchung Klarheit.
Eisprung-Schmerzen und Kinderwunsch: Zusammenhang mit der Fruchtbarkeit
Viele, die einen Kinderwunsch haben, achten besonders auf Zeichen ihres Körpers zur Eisprungszeit. Tatsächlich können Eisprung-Schmerzen ein nützlicher Hinweis auf die fruchtbaren Tage sein. Der Mittelschmerz signalisiert, dass der Eisprung unmittelbar bevorsteht oder gerade stattfindet – in diesem Zeitfenster ist die Chance auf eine Befruchtung am größten. Studien zeigen, dass der Mittelschmerz bei den meisten Frauen kurz vor dem eigentlichen Eisprung auftritt. Das bedeutet: Wenn du diesen Schmerz spürst, stehen die hochfruchtbaren Tage unmittelbar bevor bzw. sind gerade da. Für Paare mit Kinderwunsch kann es daher sinnvoll sein, bei Eisprung-Schmerzen zeitnah Geschlechtsverkehr zu haben, um die Chance zu nutzen. Spermien überleben im Körper mehrere Tage, während die Eizelle nur kurz nach dem Eisprung befruchtungsfähig ist – daher erhöht Verkehr vor und während der Ovulation die Erfolgswahrscheinlichkeit.
Allerdings ist der Mittelschmerz kein zuverlässiger Eisprung-Anzeiger im Sinne einer exakten Uhrzeit. Er kann – wie oben beschrieben – individuell etwas früher oder später auftreten. Wer sicher gehen will, nutzt am besten zusätzliche Methoden wie Ovulationstests oder einen Eisprungrechner, um den Zeitpunkt des Eisprungs einzugrenzen. Wichtig: Keine Sorge, wenn du keinen Mittelschmerz spürst! Rund 60–80% der Frauen haben keine oder nur unregelmäßig spürbare Eisprung-Schmerzen. Das bedeutet nicht, dass kein Eisprung stattfindet oder dass man weniger fruchtbar ist – jeder Körper ist anders. Du kannst auch ohne fühlbaren Mittelschmerz problemlos schwanger werden. Verwende in diesem Fall andere Eisprunganzeichen (wie Zervixschleim, Basaltemperatur oder einen Eisprungrechner), um deine fruchtbaren Tage zu bestimmen.
Schmerzen beim Eisprung – Anzeichen für Endometriose?
Starke oder ungewöhnlich hartnäckige Eisprung-Schmerzen werfen die Frage auf, ob Endometriose dahinterstecken könnte. Endometriose ist eine chronische gynäkologische Erkrankung, bei der sich gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter ansiedelt (etwa an Eierstöcken, Eileitern oder im Beckenraum). Dieses Gewebe durchläuft hormonell den Zyklus mit und kann zu wiederkehrenden Schmerzen führen – häufig zyklusabhängig um Menstruation und Eisprung. Frauen mit Endometriose berichten nicht selten von verstärkten Schmerzen zum Eisprungzeitpunkt. Wenn du also jeden Monat sehr heftige Ovulationsschmerzen hast, die deinen Alltag beeinträchtigen, lohnt sich die Abklärung auf Endometriose. Die Krankheit betrifft schätzungsweise 10–15% der Frauen im gebärfähigen Alter und kann starke Unterleibsschmerzen sowie Fruchtbarkeitsprobleme verursachen. Tatsächlich ist Endometriose eine der Hauptursachen, wenn es trotz Eisprung nicht zur Schwangerschaft kommt, da Verwachsungen und Entzündungen die Fortpflanzung beeinträchtigen können.
Hinweise auf Endometriose als Ursache von Eisprung-Schmerzen können sein: sehr starke Schmerzen (oft auch während der Periode), Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, ungewöhnliche Blutungen oder andere Begleitsymptome wie etwa chronische Müdigkeit. Auch wenn Schmerzmittel kaum helfen oder die Schmerzen im Lauf der Zeit schlimmer werden, sollte man hellhörig werden. Eine ärztliche Diagnostik (z.B. Ultraschall, ggf. Bauchspiegelung) kann klären, ob Endometriose vorliegt. Die gute Nachricht: Endometriose lässt sich behandeln (medikamentös und operativ), und viele Frauen mit Endometriose können mit Unterstützung trotzdem schwanger werden. Fazit: Gelegentliche, leichte Eisprung-Schmerzen sind normal. Sehr starke, regelmäßige Eisprung-Schmerzen sollte man aber im Hinterkopf behalten und ggf. medizinisch abklären lassen – insbesondere, wenn ein Kinderwunsch besteht und es länger nicht klappt, schwanger zu werden.
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Was hilft bei Eisprung-Schmerzen? Tipps zur Linderung
Zum Glück lassen sich gewöhnliche Mittelschmerz-Beschwerden oft mit einfachen Mitteln lindern. Hier einige Tipps, was bei Eisprung-Schmerzen helfen kann:
- Wärme anwenden: Eine Wärmflasche auf dem Unterbauch oder ein warmes Bad entspannt die Muskeln und kann die Schmerzen reduzieren – ähnlich wie bei Menstruationskrämpfen.
- Entspannung & Ruhe: Gönn dir eine Pause, lege dich bequem hin und versuche, dich zu entspannen. Wärme + Ruhe ist oft schon ausreichend, da der Schmerz meist von selbst vergeht.
- Leichte Bewegung: Sanfte Bewegung wie ein Spaziergang oder etwas Yoga kann die Durchblutung fördern und Verspannungen lösen. Höre aber auf deinen Körper – wenn dir nach Ruhe ist, ist das auch in Ordnung.
- Schmerzmittel bei Bedarf: Bei stärkeren Beschwerden helfen frei verkäufliche Schmerzmittel aus der Gruppe der NSAR, z.B. Ibuprofen oder Naproxen. Diese wirken entzündungshemmend und schmerzlindernd und schaffen meist schnell Abhilfe. Nimm sie am besten nach Packungsbeilage und nicht auf nüchternen Magen.
- Hausmittel & Kräuter: Einige Frauen schwören bei zyklusbedingten Schmerzen auf Kräutertees (z.B. Frauenmanteltee oder Mönchspfeffer in Absprache mit dem Arzt) und Magnesium, um das Unterleibsziehen zu mildern. Wissenschaftlich ist das nicht eindeutig belegt, schaden tut es jedoch nicht.
- Ablenkung: Manchmal hilft es schon, sich bewusst abzulenken – triff dich mit Freundinnen, schau einen Film oder tue etwas, was dir guttut, um nicht ständig auf den Schmerz zu achten.
In der Regel vergeht der Mittelschmerz innerhalb kurzer Zeit mit diesen Maßnahmen. Wichtig: Wenn die üblichen Hausmittel nicht anschlagen und die Schmerzen außerordentlich stark sind, überanstrenge dich nicht. Lieber einen Gang zurückschalten und – falls nötig – einen Arzt um Rat fragen (insbesondere bevor du sehr hohe Dosen Schmerzmittel nimmst).
Für Frauen, die monatlich massiv unter Eisprung-Schmerzen leiden, gibt es in Absprache mit der Gynäkologin auch die Möglichkeit, hormonell gegenzusteuern. Die Pille oder andere Ovulationshemmer verhindern den Eisprung und damit auch den Mittelschmerz. Das kommt natürlich nur infrage, wenn aktuell kein Kinderwunsch besteht. In ganz schweren Fällen wurden auch schon GnRH-Analoga eingesetzt, die ein künstliches hormonelles Ruhestellen der Eierstöcke bewirken – dies ist aber selten nötig und wegen der Nebenwirkungen nur ultima ratio. Meist reichen die genannten einfachen Mittel aus, um den Mittelschmerz auszuhalten, bis er vorbei ist.
Wann sollte man bei Eisprung-Schmerzen zum Arzt?
Mittelschmerz an sich ist kein Krankheitsbild, sondern eine normale körperliche Erscheinung. Ein Arztbesuch ist daher in der Regel nicht nötig, solange:
- die Schmerzen mäßíg stark bleiben (vergleichbar mit leichten Menstruationskrämpfen),
- sie spätestens nach 1–2 Tagen verschwinden und
- keine ungewöhnlichen Begleitsymptome auftreten.
Vorsichtshalber solltest du jedoch eine*n Arzt/Ärztin aufsuchen, wenn:
- außergewöhnlich starke Schmerzen auftreten, die sich deutlich von deinem üblichen Mittelschmerz unterscheiden oder dich arbeitsunfähig machen.
- die Schmerzen länger als zwei Tage anhalten oder von Zyklus zu Zyklus schlimmer werden.
- Begleitsymptome wie Fieber, Übelkeit/Erbrechen, Schwindel, Schüttelfrost oder starke Blutungen dazukommen. Diese deuten darauf hin, dass mehr als nur der normale Eisprung dahintersteckt.
- du insgesamt das Gefühl hast, „da stimmt etwas nicht“ – zögere nicht, im Zweifel ärztlichen Rat einzuholen.
Ärztlich abgeklärt werden sollte beispielsweise, ob nicht doch eine andere Ursache vorliegt (z.B. eine Zyste oder Entzündung, siehe oben). Auch bei unerfülltem Kinderwunsch lohnt sich ein Arztbesuch: Treten zwar jeden Monat Eisprung-Schmerzen auf, aber es will über 6–12 Monate hinweg (je nach Alter) keine Schwangerschaft eintreten, kann der_die Gynäkologe_Gynäkologin checken, ob eventuell z.B. Endometriose oder hormonelle Schwierigkeiten vorliegen. Generell gilt: Lieber einmal mehr zur Ärztin, wenn man unsicher ist. Mittelschmerz ist zwar meist normal, aber jede Frau kennt ihren Körper am besten – wenn dir die Art deiner Schmerzen ungewöhnlich vorkommt, lass es professionell abklären. Im besten Fall hast du Gewissheit und Ruhe, und falls doch etwas im Argen liegt, kann frühzeitig geholfen werden.
Fazit
Eisprung Schmerzen sind ein weit verbreitetes Phänomen und in den meisten Fällen kein Grund zur Sorge. Der sogenannte Mittelschmerz entsteht durch den Eisprung selbst – der Follikel wächst, platzt und der Körper reagiert kurz darauf mit einem Ziehen im Unterleib. Für viele ist dieser Schmerz ein nützliches Körpersignal, das den Zyklus erlebbar macht und auf die fruchtbare Phase hinweist. Typischerweise ist das Ziehen einseitig, mild und von kurzer Dauer, es vergeht von alleine innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen. Mit Hausmitteln wie Wärme und Ruhe lassen sich Eisprung-Schmerzen gut überbrücken. Wichtig ist, auf den eigenen Körper zu hören: Sehr starke oder ungewöhnliche Schmerzen rund um den Eisprung sollte man ernst nehmen und im Zweifel ärztlich untersuchen lassen – insbesondere, wenn weitere Symptome auftreten oder ein Kinderwunsch bisher unerfüllt geblieben ist. Krankheiten wie Endometriose können hinter heftigen zyklischen Schmerzen stecken, sind aber behandelbar. Im Großen und Ganzen gilt jedoch: Mittelschmerz ist normal und zeigt, dass der Körper arbeitet. Wer darunter leidet, kann sich mit den genannten Tipps Linderung verschaffen. Und wer gar nichts spürt, muss sich keine Sorgen machen – jede Frau ist anders. Ob mit oder ohne Mittelschmerz – achte gut auf dich, nutze gegebenenfalls Zyklus-Tools und bleib gelassen: Dein Körper gibt den Takt vor, und ein bisschen Verständnis für diese Signale kann sehr hilfreich sein.
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FAQs Eisprung Schmerzen
Warum treten beim Eisprung Schmerzen auf?
Die Schmerzen entstehen durch die Prozesse im Eierstock beim Eisprung. Wenn der reife Follikel platzt und die Eizelle freigibt, kann das einen kurzen stechenden Schmerz verursachen. Auch die dabei austretende Flüssigkeit und kleine Blutmengen können das Bauchfell reizen, was als ziehender Schmerz gespürt wird. Kurz gesagt: Der Eisprung selbst – das Durchbrechen des Eibläschens – löst diese Beschwerden aus. Zusätzlich spielt der hormonelle Umschwung eine Rolle, der rund um die Ovulation stattfindet. Diese Kombination aus mechanischem Ereignis und Hormonveränderung ist der Hauptgrund, warum manche beim Eisprung Schmerzen verspüren.
Wie lange dauern die Schmerzen beim Eisprung?
In der Regel halten Mittelschmerz-Beschwerden nicht lange an. Bei den meisten Betroffenen dauern die Eisprung-Schmerzen nur ein paar Stunden bis maximal zwei Tage. Viele spüren das Ziehen lediglich an einem Tag des Zyklus (oft am Ovulationstag selbst). Länger als 48 Stunden andauernde Schmerzen sind unüblich für normalen Mittelschmerz. Sollten die Unterleibsschmerzen über mehrere Tage hinaus bestehen, empfiehlt es sich, ärztlich abzuklären, ob eventuell andere Ursachen dahinterstecken. Normalerweise sind Eisprung-Schmerzen aber kurz und vorübergehend.
Was hilft bei Eisprung-Schmerzen?
Gegen Mittelschmerz helfen meist einfache Mittel. Bewährt haben sich Wärme (Wärmflasche auf den Bauch oder ein warmes Bad) und etwas Ruhe, um die Muskulatur zu entspannen. Auch leichte Bewegung wie Spazierengehen kann Verspannungen lösen. Wenn nötig, kannst du ein Schmerzmittel wie Ibuprofen nehmen, das die Schmerzen lindert. Viele finden Wärme und Entspannung jedoch schon ausreichend. Zudem kann es helfen, bewusst zu wissen, dass die Schmerzen harmlos und bald vorüber sind – das nimmt etwas die Sorge. Jede*r reagiert anders, aber insgesamt sind Hausmittel, Wärme und ggf. milde Schmerzmittel die erste Wahl, um Eisprung-Schmerzen zu begegnen.
Was kann man bei Eisprung Schmerzen tun?
Zunächst einmal: Höre auf deinen Körper. Schonung tut gut, wenn der Unterleib zieht – also lege bei Bedarf eine Pause ein. Du kannst außerdem anfangen, deinen Zyklus zu tracken, um dich auf die Ovulationsphase einzustellen: Wenn du weißt, dass an Tag X der Mittelschmerz kommt, kannst du Stress reduzieren und dir an diesem Tag weniger vornehmen. An akuten Maßnahmen hilft – wie erwähnt – Wärme, Entspannung und gegebenenfalls ein Schmerzmittel. Manche Frauen nutzen auch pflanzliche Unterstützung (z.B. Mönchspfeffer in Absprache mit dem Arzt oder Magnesium), um insgesamt das Zyklusgeschehen auszugleichen. Wichtig ist, nichts zu übertreiben: Bei starken Schmerzen nicht weiter Sport treiben, sondern wirklich Ruhe gönnen. In Ausnahmefällen, wenn jeden Monat heftige Schmerzen auftreten und die Lebensqualität einschränken, kann man mit der Frauenärztin über hormonelle Methoden (etwa die Pille) sprechen, die den Eisprung unterdrücken – allerdings ist das nur eine Option, wenn kein aktueller Kinderwunsch besteht. Im Alltag reicht es meist, sich während der Eisprung-Schmerzen etwas Gutes zu tun – Wärme, Tee, gemütlich machen – dann sind sie gut auszuhalten.
Können Eisprung-Schmerzen auch länger anhalten?
Normalerweise verschwinden Eisprung-Schmerzen spätestens nach 1–2 Tagen wieder. Wenn sie deutlich länger anhalten, sollte man hinschauen. In seltenen Fällen berichten Frauen von Ziehen, das mehrere Tage dauert – das ist aber nicht typisch für den normalen Mittelschmerz. Solche langanhaltenden Schmerzen könnten darauf hindeuten, dass z.B. die Follikelflüssigkeit das Bauchfell länger reizt oder dass eine andere Ursache mitspielt. Grundsätzlich gilt: Eisprung-Schmerzen sollten nicht länger als zwei Tage stark spürbar sein. Sollten die Unterleibsschmerzen in der Zyklusmitte also z.B. eine Woche anhalten oder von Tag zu Tag schlimmer werden, steckt wahrscheinlich mehr dahinter als der Eisprung. Dann ist es ratsam, medizinischen Rat einzuholen. Oft stellt sich heraus, dass doch etwas anderes (wie eine Zyste oder Entzündung) die anhaltenden Schmerzen verursacht. Der typische Mittelschmerz hingegen ist kurz und vorbei, sobald die Ovulation abgeschlossen ist.