Brustschmerzen vor der Periode: Ursachen und Lösungen
Erfahre, warum Brustschmerzen vor der Periode auftreten und wie du sie lindern kannst. Entdecke, wann ein Arztbesuch nötig ist.
Einführung
Viele Frauen erleben kurz vor ihrer Periode Brustschmerzen, auch als zyklische Mastodynie bekannt. Diese Schmerzen treten typischerweise in den Tagen vor der Menstruation auf und sind häufig mit hormonellen Veränderungen im Menstruationszyklus verbunden. In diesem Artikel erfährst du, warum Brustschmerzen vor der Periode auftreten, welche Symptome typisch sind und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.
Was verursacht Brustschmerzen vor der Periode?
Brustschmerzen, die in den Tagen vor der Menstruation auftreten, werden in der Regel durch hormonelle Schwankungen im Menstruationszyklus verursacht. Während des Zyklus verändern sich die Östrogen- und Progesteronspiegel, was wiederum die Brustdrüsen beeinflusst. Dies führt häufig zu einem Spannungsgefühl, Schwellungen und Schmerzen. Die Schmerzen sind meistens in beiden Brüsten spürbar, zudem können sie in die Achselhöhlen oder Arme ausstrahlen. Diese Symptome treten häufig im Zusammenhang mit dem Prämenstruellen Syndrom (PMS) auf, das viele Frauen vor ihrer Periode betrifft.
Zyklische Brustschmerzen beginnen normalerweise etwa zwei Wochen vor der Periode und klingen schließlich nach Beginn der Blutung ab. Besonders Frauen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren sind betroffen. Nach den Wechseljahren treten diese Symptome in der Regel nicht mehr auf, da die hormonellen Schwankungen abnehmen. In einigen Fällen können Brustschmerzen auch ein Symptom der Prämenstruellen Dysphorischen Störung (PMDS) sein, einer schwereren Form des PMS.
Symptome von Brustschmerzen vor der Periode
Die Symptome variieren zwar von Frau zu Frau, beinhalten jedoch häufig:
- Schwellungen oder Spannungsgefühle in beiden Brüsten
- Empfindlichkeit bei Berührung
- Ziehende oder stechende Schmerzen, die sich zudem bis in die Achselhöhlen erstrecken können
- Schmerzverstärkung kurz vor der Menstruation im Rahmen des Menstruationszyklus
- Rückgang der Schmerzen mit dem Einsetzen der Periode
Manche Frauen beschreiben die Schmerzen als stark belastend, während andere nur ein leichtes Unbehagen verspüren.
Behandlungsmöglichkeiten
Die Behandlung von Brustschmerzen vor der Periode hängt von der Schwere der Symptome ab. In den meisten Fällen klingen die Beschwerden von selbst ab. Dennoch gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Schmerzen zu lindern:
- Tragen eines gut sitzenden BHs
Ein unterstützender BH, besonders während sportlicher Aktivitäten, kann helfen, das Spannungsgefühl in den Brüsten deutlich zu verringern. - Wärme- oder Kälteanwendungen
Wärmekissen oder kalte Kompressen können vorübergehend Linderung verschaffen, indem sie Schwellungen reduzieren und die Durchblutung verbessern. - Schmerzmittel
Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAIDs) wie Ibuprofen oder Diclofenac können Schmerzen lindern, aber es gibt nur begrenzte Hinweise auf die Wirksamkeit von topischem Diclofenac bei Brustschmerzen. Topische NSAIDs werden als Erstlinienbehandlung empfohlen, da die Vorteile die Risiken überwiegen. Die Wirksamkeit oraler NSAIDs ist unzureichend belegt, und es bleibt unklar, ob topische NSAIDs wirksamer sind als orale. - Lebensstiländerungen
Eine Reduktion von Koffein, Nikotin und fettreichen Lebensmitteln sowie regelmäßige Bewegung können ebenfalls dazu beitragen, die Symptome zu mildern. Zudem wird oft die Einnahme von Vitamin E oder Nachtkerzenöl als Hausmittel empfohlen, auch wenn die wissenschaftliche Evidenz hierzu begrenzt ist. - Hormonelle Behandlungen
In schwereren Fällen kann die Einnahme von hormonellen Verhütungsmitteln helfen, die hormonellen Schwankungen im Menstruationszyklus zu regulieren und so die Brustschmerzen zu reduzieren. Jedoch sollten mögliche Nebenwirkungen beachtet werden. Tamoxifen und Danazol sind Optionen, die bei schwerer Mastalgie eingesetzt werden können, jedoch oft mit Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme oder Stimmungsschwankungen einhergehen.
Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?
Obwohl Brustschmerzen vor der Periode meist harmlos sind, sollten Frauen einen Arzt aufsuchen, wenn die Schmerzen länger als ein paar Tage anhalten, sehr stark sind oder sich plötzlich verschlimmern. In seltenen Fällen können Brustschmerzen auf ernstere Erkrankungen wie Brustzysten oder sogar Brustkrebs hinweisen. Eine ärztliche Untersuchung und gegebenenfalls ein Ultraschall oder eine Mammografie können helfen, schwerwiegende Ursachen auszuschließen.
Konklusion
Brustschmerzen vor der Periode sind ein häufiges und meistens harmloses Symptom, das auf hormonelle Schwankungen im Menstruationszyklus zurückzuführen ist. Mit einfachen Maßnahmen wie dem Tragen eines unterstützenden BHs, der Anwendung von Wärmekissen oder der Einnahme von Schmerzmitteln können die Beschwerden oft gut behandelt werden. Sollten die Schmerzen jedoch ungewöhnlich stark oder anhaltend sein, ist eine ärztliche Abklärung ratsam.
Quellen
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